• Nicole Hodel

Amerikanische Pyramiden

Aktualisiert: 18. Dez 2018

Wir durften gerade unsere Ferien in Florida bei konstanten 27 Grad und sehr viel Sonne geniessen. Herrlich. Erholsam. Übernachtet haben wir in Hotels, da die Campingplätze fast alle von der bösen Irma zerstört waren. Heisst, wir durften auch vom "hiesigen" Frühstück der Amerikaner kosten. Aber auch andere kulinarische Eigenheiten luden geradezu ein, mir Gedanken zur Amerikanischen Ernährung und deren Ernährungspyramide zu machen.

Vor den Ferien war ich gespannt, aber auch sehr vorsichtig optimistisch bezüglich des Amerikanischen Essens. Ich hoffte, dass es in Miami und Umgebung mittlerweile auch eine "Gesund-Bewegung" gäbe. Nicht gleich vegan, aber ihr wisst schon. Halt auch mal Salat oder Gemüse und Früchte oder so ähnlich - zum im Restaurant essen oder zum Mitnehmen. Ähnlich auch, wie man es in Colorado schon vor Jahren erhielt, was mich damals positiv überrascht hatte. Aber leider habe ich mich da getäuscht. Während der gesamten Ferien habe ich nicht einen einzigen Laden besucht, in dem es ein anständiges Gemüse- und Früchteregal gab. Ok, wir haben nicht aktiv nach den "Vorort-Super-Mega-Stores" gesucht. Aber dennoch finde ich es verblüffend, dass man in Zentren kaum ein Geschäft mit gesundem Essen findet. Genauso verblüffend wie die unheimliche Zahl an Übergewichtigen. Mich erstaunt es umso mehr, weil es ja da drüben fast durchgängig warmes, sonniges Wetter ist. Perfekt für das Pflanzenwachstum. Aber eben.



Eine kurze, oberflächliche Recherche der Amerikanischen Ernährungspyramide hat eine für mich interessante Überraschung bereit gehalten. Sie unterscheidet sich insbesondere in den folgenden Punkten von der unsrigen:

  • Die Getränke sind nicht Teil der Pyramide

  • Kohlenhydrate haben einen höheren Stellenwert als Obst und Gemüse (bei der Schweizerischen ist das umgekehrt)

  • Insgesamt werden mehr Portionen empfohlen ;-)


​​Aufgefallen ist mir aber insbesondere folgendes: Supplemente statt Natur. Oder in Bildern:




Gemüse (gab es faktisch eigentlich gar nicht) und Früchteregal in einem CVS Supermarket, die oft in Zentren zu finden sind.


Und hier der Blick auf ein Regal mit Supplementen:



Auch hier habe ich dann kurz recherchiert und fand eine sehr interessante Erkärung: Die Standard-Ernährungspyramide des Departementes für Landwirtschaft scheint ja insgesamt einigermassen vernünftig. Überrascht, ja fast geschockt hat mich dann aber die folgende Pyramide, welche von der Harvard-Universität publiziert und von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung rezitiert wurde: da stehen tatsächlich die Supplemente (so nennt man die Nahrungsergänzungsmittel in Form von Vitaminen, Kalzium, Magnesium, etc. auf gleicher Stufe wie die Milchprodukte. Verrückt, nicht?

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