• Nicole Hodel

Skifahren lernen - aber wie? Meine Top 3

Aktualisiert: 18. Dez 2018

Nach den Lektionen in Engelberg und einer sonnigen Woche in den Bergen von Zermatt, habe ich mir rückblickend Gedanken gemacht, wie meine Gäste jeweils überhaupt Skifahren lernen. In wenigen Tagen durfte ich sehr heterogene Zielgruppen erleben, sodass ich nicht nur im technischen, methodischen und pädagogischen Bereich, sondern gerade auch im sozialen Umgang gefordert war. Minuten und Stunden der inneren Verzweiflung haben sich schlussendlich jedes Mal in schöne Erfolgserlebnisse gewandelt.



Dieses Jahr warteten einige besonders spannende Aufgaben auf dem Schnee auf mich. Vielleicht auch habe ich sie intensiver erlebt, da ich nun doch einige Zeit nicht mehr regelmässig an der Gästefront aktiv war. Nun durfte ich wieder einige Gäste auf dem Schnee begleiten. Dabei habe ich immer wieder reflektiert, mich mit Kolleginnen oder Kollegen ausgetauscht und auch mal wieder einen Blick in ein Lehrmittel geworfen. Die Motivation für meinen Unterricht hat sich in den letzten Jahren etwas gewandelt. Noch mehr als in der Vergangenheit erwähne ich nur das Wichtigste und verstricke mich nicht in Details. Gerade Erwachsene stellen oft Fragen, die für den Lernerfolg nicht relevant sind, sondern vielmehr Verwirrung im Lernprozess stiften können. In der wertvollen Zeit mit den Gästen versuche ich den Wert aufs Soziale zu legen. Ja aber insgesamt "will Nici" mit ihren Gästen noch immer vor allem zwei Dinge: effizient und mit Freude die ersten Schwünge in den Schnee ziehen.


Verschiedene Wege führen zum Ziel

Folgende Beispiele zeigen die Heterogenität der Gästegruppen exemplarisch:

  • 4-jährig, bildhübsch, klein und sehr zierlich, top ausgerüstet. Wollte Skifahren lernen und hatte einige Lektionen gebucht.

  • Acht Ski Einsteiger, das erste Mal auf dem Schnee, von der Hochbegabten bis zum Autisten und der Grossteil mit Migrationshintergrund.

  • Ehepaar um die 60, wollte Telemarken lernen.

Herausforderungen, die mich überlegen liessen, wie ich es mit all diesen Zielgruppen "geschafft" habe. Bei Beispiel 1, der kleinen Gästin, die mir sehr ans Herz gewachsen ist, war es definitiv - eben dass sie mir ans Herz gewachsen ist - aber auch DER Tipp meiner lieben Skilehrer-Expertenkollegin, welche mir nach Tag 3 ohne sichtbare Erfolge den Trick mit dem "hinter dem Kind nachfahren und Skis auf die Seite in die Pflugposition schieben", erläutert hatte. So hat das Kind viel schneller das Gefühl für die Pflugposition erspürt.


Bei Beispiel 2 hatte ich persönlich ein riesiges Erfolgserlebnis, indem ich die Kids "an der langen Leine liess". Ich gestaltete den Unterricht sehr offen, war teilweise nur als Coach am Pistenrand. So konnten alle der acht Kinder am Ende des Tages Schwünge fahren und beim Klosterlift in Engelberg bis zur Mitte mit dem Skilift hochfahren.


Beispiel 3 war interessant, aber mittelmässig erfolgreich. Da musste ich einfach meine gesamte Geduld walten lassen und mich einfach immer wieder auf die Anliegen der Gäste einlassen. Und diese lagen nicht darin, den perfekten Telemarkschwung zu verstehen, vergessen noch in den Schnee zu ziehen, sondern vielmehr im Naturerlebnis, einer sicheren, ökonomischen Fahrweise und gemütlichen Stunden auf dem Schnee.


Vertrauen und klare Erwartungen helfen

Spontan und unwissenschaftlich zusammengefasst halte ich die Top 3 für dich auf Gäste-Seite fest (sofern es mir nun gelingt, mich in diese zu versetzen:

  1. Lasse dich auf Techniken und Methoden der (erfahrenen) Schneesportlehrerin ein

  2. "More learning - less teaching" war nicht nur in der Ausbilung erst noch ein Thema - es ist auch - wenn auf Gästeseite bewusst, sehr essenziell im Lernprozess.

  3. Wenn du Schneesport-Lektionen buchst, überlege dir dein persönliches Ziel genau - so kommst du am Schnellsten dahin wo du es möchtest.


Sodeli, das waren quasi meine Saisonabschluss-Worte. Nun geht es bald auf zum Camping - mit hoffentlich viel Sonne, eigenem Gärtli pflegen und hegen und viel Yoga.


Falls du per Zufall schon an den nächsten Winter denkst, dann kannst du bereits jetzt die besten Daten sichern.


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