• Nicole Hodel

ViniYoga ein Geheimtipp?

Es ist kein Zufall, dass ich auf ViniYoga gestossen bin und wohl vorerst dabei bleibe - mit zwei, drei persönlichen "Adjustments", also persönlichen Anpassungen. Genauso wie wir Atem oder Positionen auch der Person anpassen, die sie ausübt. Aber warum? Warum nicht Hatha, Astanga Vinyasa, Kundalini oder Iyengar Yoga? Dazu gebe ich dir gerne ein paar Gedanken mit.


Meine Yoga-Reise begann mit dem klassischen Hatha Yoga nach Sivananda. Ich habe es geliebt, die immer gleiche Abfolge von Atemübungen, Positionen bis zur Endentspannung zu praktizieren. Im Winter im Gymnastikraum der Herti-Turnhalle, im Sommer in Zug am See. Dann im ähnlichen Stil in Nepal und in Indien. Immer auch ein bisschen akrobatisch, mit Kopfstand, Schulterstand oder Krähe, da ich das vom Geräteturnen kannte und sehr mochte. Weitere interessante Yoga-Lektionen durfte ich in den vergangenen Jahren bei diversen Lehrerinnen und Lehrern erleben, wobei ich die Lektionen in der Regel besonders mochte, die einfach und nicht zu schweisstreibend sind. Gepackt hat mich zudem Aerial Yoga - ein Yoga in Tüchern - akrobatisch, gelenkschonend und richtig herrlich dank der Möglichkeit, in der Luft zu hängen, was einige neue Bewegungserfahrungen ermöglicht.


Im ViniYoga ein "no go"? Die Diskussionen dazu sind kontrovers. Ich fühle mich inzwischen ohne Kopfstand weniger verspannt.

Erstausbildung in Hatha und Astanga Vinyasa


In den Regionen Indiens, wo ich dann mein erstes Lehrertraining absolvieren wollte, wurde praktisch nur Astanga Vinyasa angeboten. Der "flowige" Yogastil welcher schweisstreibend, intensiv und meiner Ansicht nach sehr anspruchsvoll ist. Ein extremes Muster dieses Yogastils findest du auf Youtube.


Inzwischen hatte ich auch erfahren, dass einige Yogaleher/-innen mit starken (Rücken)beschwerden kämpfen. Da ich diesen auch seit Jahren schon immer spürte, legte ich besonderen Wert darauf, dass ich eine Schule finde, wo ich den Rücken weiter rehabilitiere statt beschädige. So stiess ich auf Sarvaguna Yoga. Die Yogaschule welche sich "holistic healing and self awareness" auf die Fahne schreibt. Passte. Und es wurde zuerst Hatha und anschliessend Astanga Vinyasa praktiziert. Es hat mir dann auch beides sehr gut gefallen. Vinyasa war auch sehr angenehm und eben nicht so auf "Hochleistungsport" ausgerichtet wie es in unseren Breitengraden oft in den Fitnesscentern praktiziert wird. Insgesamt hat mir die Erfahrung in Indien gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ah ja und das Lehrertraining war bezüglich Meditationen sehr intensiv. Die Atemübungen waren herausfordernd, aber sinnvoll ausgewählt und - und das hat mich dann überrascht - das Üben der Positionen war definitiv angemessen. Was ich damit meine: es wurde schonender, weniger intensiv aber mindestens so nachhaltig "trainiert" als in vielen Yogalektionen in unseren Breitengraden.


ViniYoga - eine Methode, keine eigene Stilrichtung


"Chanti chanti" habe ich zurück in der Schweiz überlegt, wie ich meinen Yoga-Weg weitergehen möchte. Und da bin ich nach einigen Recherchen auf ViniYoga gestossen. ViniYoga ist - wie ich finde - wenig bekannt. Mit ein Grund dass ich darüber schreibe.


Die Stossrichtung bei ViniYoga ist klar: wissenschaftlich fundiert, eine Methode, aber keine eigene Stilrichtung. Sie orientiert sich am Menschen und dessen Bedürfnissen. Ein offener Weg zur nachhaltigen Gesundheit. Die Intensität ist dabei individuell wählbar und es hat Meditationen, Atemübungen und Positionen aus verschiedenen Stilen mit dabei. Immer wieder in Beobachtung, was gut tut. Mit etwas weniger Akrobatik, was sich aber verkraften lässt, wenn das Körpergefühl nach der Yogalektion umso besser ist. Entspannter. Eine Wärme rund um das Zentrum, der Wirbelsäule. Ich spüre es und habe es lieben gelernt. Deshalb vermittle ich es mit Freude und aus innerer Überzeugung. Und eben mit meinen eigenen kleinen "Adjustments".



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