• Nicole Hodel

Was Meditation macht

Aktualisiert: Okt 3

Eine Weile ist es her, als wir die tolle Aufgabe erhielten, ein Bild unseres Gemütszustandes vor und nach der Meditation mit Legos zu visualisieren. Was dabei rauskam, hat mich selber erstaunt und begeistert. So sehr, dass ich dies heute teilen möchte - inklusive ein paar interessanten Fakten und weiterführenden Links zur Meditation.


Nehmen wir einmal an, unser Körper ist die Hardware. Unser Geist entsprechend die Software. Nun, gerade die Software kann von Viren gestört werden. Viren im Sinne von störenden Gedanken, Emotionen, Stress oder Schmerzen. Die herrliche Botschaft, die bei mir noch immer aus dem Gelernten in Indien nachhallt: Meditation ist ein gratis Antivirus-Programm mit lebenslanger und kostenloser Garantie. Und obendrauf (nun töne ich schon so wie die Pfannenset-Verkäufer am Markt), gibt es täglich verfügbare kostenlose Updates. Tönt genial, oder? Oder doch nicht?



Abb.: Zugegeben die Lego-Visualisierung oben vor der Meditation hat definitiv auch etwas "Reissendes". Das Bild, das danach entstanden ist, veranschaulicht aber eindrücklich die Wirkung der Meditation.


Unangenehm, mühsam und keine Zeit

Wer erste Erfahrungen mit Meditation sammelt, wird schnell auf den Boden der Realität geholt. Meditieren "reinigt" den Geist nicht einfach so von Beginn an. So einfach es tönt, so unerträglich kann es sein, ganz einfach zu sitzen und "nichts zu denken". In der Regel dauert es eine Weile, bis erste Erfolge erzielt werden. Wichtig aber ist, es ist äusserst individuell und du kannst - genau wie bei den Körperübungen im Yoga - Schritt für Schritt vorgehen, sodass du nicht gleich frustriert bist. Wer schon meditiert hat, weiss, dass Meditation nicht immer gleich gut gelingt. Meditation beginnt jedes Mal neu und ein noch so meditationsgeübter Geist, kann an einem Tag wieder "schwer zu bändigen" sein. Unangenehme Gefühle, mühsames hinsitzen, weichen bei etwas Durchhaltewillen jedoch bald einer entspannten, erfüllenden und ausgerichteten Stimmung.


Noch ein paar Worte zur Zeit: Oft schon habe ich gehört, dass du genau dann meditieren sollst, wenn du im Alltagsstress bist und du mutmasslich keine Zeit hast. Stimmt. Bei 5-10 Minuten pro Tag - da findet keine moderne Person (die eine Mobilgerät besitzt ;-) eine triftige Ausrede nicht zu meditieren, richtig? Deshalb, ja, genau dann wenn viel los ist, lohnt es sich, sich eine Auszeit zu gönnen. Alternativ gelingt dir vielleicht ein Einstieg in einer ruhigeren Zeit - in den Ferien oder an einem Wochenende. Ob du am Morgen, Mittag oder Abend meditierst; da darfst du flexibel bleiben, denn es ist ganz abhängig von deinem eigenen Tagesrhythmus.


5 Tipps zum Starten

  1. Vielleicht hilft dir der Fakt, dass Meditation nachweislich das Gehirn auf positive Weise verändert. Dazu wissenschaftliche Fakten unter:

  1. Zuerst bewegen, dann meditieren: es hilft, wenn du dich zuerst auspowerst oder Yoga praktizierst und anschliessend meditierst. Hast du die Zeit/Gelegenheit nicht, kann eine vorbereitende Atemübung und sich lockern auch bereits vorbereitend wirken.

  2. Gemütlich einrichten: richte dir deinen Platz bewusst ein und kleide dich bequem. Eine aufrechte Sitzposition kannst du auch auf dem Stuhl einnehmen. Im Sitzen kannst du ruhig Kissen unter deine Knie platzieren. Das ist gesünder als die Sitzhaltung "nach Bilderbuch", welche Kniearthrose begünstigen kann. Achte also darauf, dass du dich genauso einrichtest, dass du ohne Unterbrechungen meditieren kannst.

  3. Gesellschaft kann helfen. Es ist natürlich der Idealfall, wenn jemand mitmacht. Probiere es aus.

  4. Zu Beginn kann es helfen, Meditationen angeleitet zu praktizieren. Gerne stelle ich dir meine persönliche Youtube-Playlist mit Ideen zur Verfügung: Meditationen. "Nichts denken" ist übrigens nicht erstrebenswert, bzw. nicht realistisch. Was für Techniken es konkret gibt, darauf gehe ich in einem weiteren Blogbeitrag ein.

Mich freuen Rückmeldungen zum Artikel und natürlich auch, wenn du Meditation bald bei mir ausprobierst.

Für bereits Meditierende:

  • Fasziniert auch dich die Meditation?

  • Würdest du ein Angebot einer offenen, stillen Meditation bei Laveda Yoga begrüssen?

  • Oder: wärst du bei einem Gedankenaustausch zur Meditation dabei?

* Anmerkung bzw. Ergänzung zum Newsletter vom Herbst 2020: Der Geist verhält sich, so wird es in der indischen Tradition immer wieder beschrieben, wie eine Horde betrunkener Affen, die vom Baum zu baum springen, in ihrer Trunkenheit die Äste verfehlend. Nun vielleicht darf ich behaupten, dass die Affen in meinem Hirn bei der Lego-Visualisierung (Bild unten) doch einigermassen nüchtern(er) waren ;-).

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